Biografie

Sieglinde Geisel

Bild: Lena Mucha

Journalismus

Sieglinde Geisel wurde 1965 in Rüti/ZH, Schweiz geboren. Sie studierte in Zürich und Berlin Germanistik und Theologie. 1988 zog sie nach Westberlin, 1991 folgte der Abschluss ihres Studiums mit dem Lizenziat. Von 1994 bis 1998 war sie Kulturkorrespondentin der NZZ in New York. Seit ihrer Rückkehr nach Berlin arbeitet sie als Kulturjournalistin (Neue Zürcher Zeitung, NZZ am Sonntag, Deutschlandradio Kultur, u.a.). Von 2005 bis 2016 betreute Sieglinde Geisel die monatliche Kinder- und Jugendbuchseite der NZZ.

Im März 2016 hat Sieglinde Geisel tell gegründet, ein Online-Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft. Ein Redaktionsteam schreibt und redigiert Beiträge, die den Literaturbetrieb kritisch begleiten.

Im Interview mit litaffin gibt Sieglinde Geisel Auskunft über Literaturkritik und das Online-Magazin tell

Schreibtraining

An der Freien Universität in Berlin sowie an der Universität St. Gallen nimmt Sieglinde Geisel Lehraufträge für Schreibtraining wahr: An der FU unterrichtet sie im Masterstudiengang „Angewandte Literaturwissenschaft“ das Fach Literaturkritik, an der Universität St. Gallen gibt sie eine Schreibwerkstatt für Doktoranden.

Jeder Mensch kann schreiben lernen. In den Schreibkursen von Sieglinde Geisel geht es um den wirkungsvollen Einsatz der Wortarten, um einen übersichtlichen Satzbau und präzise Metaphern.

Im Weiteren geht es um Arbeitstechniken: Wie entwickelt man ein Schreibritual für die eigene Praxis? Und was geschieht eigentlich beim Redigieren?

Bücher und Lektorat

Im Jahr 2008 erschien im wjs-Verlag Irrfahrer und Weltenbummler. Wie das Reisen uns verändert. Im Jahr 2010 im Galiani-Verlag Nur im Weltall ist es wirklich still. Vom Lärm und der Sehnsucht nach Stille.

Als freie Lektorin hat sie u.a. Katja Petrowskajas Vielleicht Esther (Suhrkamp) betreut.

Sieglinde Geisel übernimmt auch Einzelaufträge für das Lektorieren unveröffentlichter Manuskripte.

Ich danke Sieglinde Geisel für das Lektorat meines Romanmanuskripts „Kronsnest“. Es hat durch ihre Hinweise in vielfacher Hinsicht gewonnen: bei der Gestaltung der Figuren, Szenen und Dialoge sowie bei der Suche nach einem Stil, der zu mir und zum Thema des Romans passt. Ihr klares Urteil und ihr Engagement für den Text machten die Zusammenarbeit zu einer Freude. (Florian Knöppler)