Ins Papier sinken

20.09.2011 - 17:15 von Sieglinde Geisel (Kommentare: 0)

William H. Gass über den Leser, den er sich wünscht: Ein Leser, der Kenntnisse hat und mit seiner Aufmerksamkeit nicht geizt, der wach ist für Details, einer, "dessen Herzschlag sich ändert mit den Zeitformen der Verben", der langsam liest, "ein Schlucker von Sätzen", der die Worte mit seine Lippen formt, sie singt -

"...und soll dieser Leser ins Papier sinken? zum Gedruckten werden? und auf der anderen Seite blühen mit Vergnügen und Empfindung... ausgelöst von der Berührung mit einem Verstand und der Liebe, die in der Sprache andauert? ja. Stellen wir uns also ein solches Wesen vor. Und fangen wir an. Und fangen wir also an."

Gibt es in der Literaturgeschichte etwas, das dieser Liebeserklärung eines Autors an seine Leser vergleichbar wäre?

(William H. Gass: Preface, in: In the Heart of the Heart of the Country, New York 2007)

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