Interviews

NZZ, 11. Oktober 2014

Seiltanz zwischen Wirklichkeit und Geschichte

Ein Gespräch mit dem französischen Schriftsteller Mathias Énard über den Krieg und die Literatur

Mathias Énard hat 2008 mit «Zone» ein vielbeachtetes, komplexes Werk über den Krieg geschrieben. Sein Roman «Strasse der Diebe» (2013) erzählt direkt aus der Gegenwart der arabischen Revolution. Zum Gespräch über seinen Beruf – das Schreiben – traf ihn Sieglinde Geisel.
Mathias Enard

 

NZZ, 27. September 2014

Vom Ausschlagen der Wünschelrute

Ein Gespräch mit Hans Magnus Enzensberger über Lesesucht, Genusslesen und den Bedeutungsverlust der Literatur

Hans Magnus Enzensberger mag keine Interviews. Er rede nicht druckreif, und wenn er das Interview gegenlese, müsse er abermals umschreiben, was der Journalist schon umgeschrieben habe. «Dafür bin ich zu alt.» Ein Gespräch kam dennoch zustande, während des Literaturfestivals Potsdam, wo Enzensberger Ende August als Writer in Residence zu Gast war.
Hans Magnus Enzensberger

 

NZZ, 10. Februar 2014

Das Gedächtnis als Mythenmaschine

Ein Interview mit Thomas Hürlimann über Euphorie angesichts des Todes, die Arbeit der Erinnerung und die Entstehung des Stils

Mehrfach hat Thomas Hürlimann die Erfahrung gemacht, wie der Tod die Wahrnehmung schärft, gerade auch durch eine jüngst überstandene Krebserkrankung. Im Gespräch mit Sieglinde Geisel gibt er Auskunft darüber, wie ein Schriftsteller sich dem Leben nähert und welche Gestaltungsmacht die Erinnerung entfaltet.

 

NZZ am Sonntag, 20. Oktober 2013

„Mit Spielberg kann ich nicht konkurrieren“

Imre Kertész hat als Jugendlicher das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Die Zerstörung des Menschen, die er dort erfahren hat, prägte sein Werk, das mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. In Budapest äussert sich der schwerkranke Autor zur heutigen Gedenkindustrie.
Imre Kertesz

 

Sinn und Form, 1/2012

„Nur, was man singen kann, ist hörbar“

Ein Gespräch mit Thomas Harlan über den Fluch der Shoah, über Menschen, die zu Instrumenten wurden und über den Glückszustand des Schreibens.
thomas_harlan_boulevard_bio